Feuerbach 2008

Artikelnummer: 144-N-EE 00002-O3

Nichts hat sich geändert

Kategorie: Moderner Siebdruck

persönlicher Text
Größe
Farbe
Text (max 5 Worte)

6.900,00 €

inkl. 19% USt., zzgl. Versand

Lieferstatus: lieferbar in 2 Wochen nach Zahlungseingang

Lieferzeit: 7 - 14 Werktage

Stk


Beschreibung

Die Idee des Künstlers ist eine gegenständliche Stilllebendarstellung für die Weiblichkeit der Frau von heute die heute vielen Gesichtspunkten entsprechen muß. Diese Thematik findet in den unterschiedlichen Bildern ihre Berücksichtigung und zu jedem angesprochenen Gesichtspunkt findet man eine symbolhafte Darstellung; wie Kronen, Muscheln und Schnecken.

Farbe: Bitte beachten Sie, dass die Darstellung der Farben von Monitor und Grafikkarte abhängig ist und deshalb vom Original abweichen kann. Nutzen Sie bitte 'Frage zum Produkt' um ein hochauflösendes Foto anzufordern.
Künstler: Ralf Metzenmacher Biografie
Verkauf/Versand: Ralf Metzenmacher
Kunststil: Retro-Art
Technik: 3D-Fineartverfahren
Material: Leinwand grundiert, glänzend Bild Muster edition
Nummeriert: römisch
Signatur: handsigniert (RALLI/Monat/Jahr)
Rahmen: Nein
Thema: Various
Zusatzinformationen: Die Geschichte:
Berlin im Jahr 2007, "Alte Nationalgalerie" mit einer Ausstellung: Werke des 19. Jahrhunderts. Ich lieh mir einen Audioguide und machte mich für die nächsten 3 Stunden auf Entdeckungstour. Ich war fasziniert von all den großartigen Werken berühmter aber auch unbekannter Meister. Kurz vor dem Ende meiner Besichtigungstour, stieß ich auf ein mir völlig fremdes und ganz unscheinbares Bild - Ricordo di Tivoli - von Anselm Feuerbach.
Fast wäre ich daran vorbei gegangen, weil es mir auf den ersten Blick relativ langweilig erschien. Dann sah ich die Nummer neben dem Bild, die mir signalisierte, dass es zu diesem Bild auch eine kunsthistorische Erzählung gibt. Ich warf den Guide an und war gespannt. Schon nach wenigen Sekunden des Zuhörens konnte ich es gar nicht fassen: Der Sprecher erzählte von Erkenntnissen über Weiblichkeit und Männlichkeit in ähnlicher Weise, wie ich sie bei meinen bisherigen beiden Zyklen "Die Krone der Schöpfung"und "Der Herr der Krone" selber gemacht habe.
Ich war wie vom Blitz getroffen. Meine Geschichte hatte Anselm Feuerbach also auch gemalt und das schon vor ca. 130 Jahren! Ich hörte darum genau zu.
Der Sprecher beschrieb das Bild, auf dem ein Junge und ein Mädchen zu sehen sind. Das Mädchen trägt Kleidung in den Farben des Himmels ? eine weiße Bluse und einen blauen Rock. Es sitzt auf einem Felsen, etwas höher als der Junge. Ihr Blick ist himmelwärts gerichtet. Verträumt schaut sie aufwärts - ins Nirgendwo. Der Junge nur mit einem braun-beigen Tuch bedeckt, sitzt auf einer roten Decke, dem Mädchen zu Füßen. Er trägt, wenn man so will, die Farben der Erde, schaut auf den Boden, dort wo Disteln und Blätter im Dunklen sind. In seinen Händen hält er das entscheidende Utensil ? nämlich eine Laute oder Gitarre, wie man heute sagen würde. Die Töne, die er spielt, kann man natürlich nicht wirklich hören, aber man kann sie sich vorstellen. Und: Nur diese unhörbaren Töne bringen das Mädchen und den Jungen zusammen. Sie brauchen dieses Medium, um sich verständigen zu können, denn prinzipiell sind beide komplett unterschiedlich, obwohl sie aus Fleisch und Blut sind. Anscheinend gab es schon damals Kommunikationsprobleme zwischen den Geschlechtern.
Genau diese Erkenntnis habe ich bei meinen Arbeiten auch gewonnen, trotz der Frauenbewegung, die ja versucht, Mann und Frau gleich zu machen. Das Wort Gleichberechtigung wird aus meiner Sicht missbraucht, denn eine Gleichmacherei in allen Bereichen führt zu einem Trugschluss: Frauen und Männer sind gleich! Das stimmt aber nicht. Auch in unserer modernen Welt nicht. Den Beweis lieferte schon Anselm Feuerbach vor 130 Jahren, und der Grund für sein Bild, also seine Erkenntnis gilt heute immer noch.
Ich drücke das einfach nur so aus:
Männer und Frauen haben nichts gemeinsam, nur an einer Stelle. Oder drastischer: Der Blick des Mannes auf die Frau hat sich seit 130 Jahren nicht verändert. Wow!! Aus meiner Sicht bedeutet das: Trotz des gefühlten Fortschritts und der Emanzipation hat es keine wirklich entscheidende Veränderung gegeben, sondern nur eine Verschiebung von Macht. Die Menschen haben sich seit dieser Zeit im Grunde nicht weiter entwickelt. Wir werden zwar alle älter als früher, aber wirklich etwas gelernt aus Vergangenheit und den Bestrebungen um Selbstverwirklichung mit dem Ziel, mehr Humanismus zu erlangen, haben wir anscheinend nicht.
Sofort wurde mir beim Betrachten klar: Dieses Bild Ricordo di Tivoli musste ich ins Heute übersetzen. Retro Art also wörtlich nehmen. Zum ersten Mal kann ich an diesem Ausgangsbild dieRetro Art malerisch für Außenstehende erklärbar machen. Dabei wusste ich natürlich auch, es ist selbstverständlich sinnlos, eine Kopie eines Meisterwerks zu malen. Ich wollte und musste entscheidende Dinge ändern. So entschloss ich mich, die Personen nur als Schatten oder Scherenschnitte darzustellen und auf die detailgetreue Wiedergabe der Menschen völlig zu verzichten. Ich wollte damit Bezug

Bewertungen (0)

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung:

Frage zum Produkt

Kontaktdaten
Frage zum Produkt